2008
Am 12. Januar 2008 führte Schorsch Bross als römischer Senator durch eine Saturnalienfeier im Racketcenter Nussloch: Die Rhein-Neckar Zeitung schreibt am 14.1:
"Der Römer-Schorsch stand auf Männer und Alphörner. ... Obwohl Asterix und Obelix den Römern keinen Besuch abstatteten, sorgte Schorsch als Senator Caecillius für allerlei Chaos. Seine Vorliebe für das eigene Geschlecht mussten auch die Herren im Publikum erfahren. So versuchte er immer wieder mit "richtig starken Kerlen" zu liebäugeln und bewunderte ihren tollen Hüftschwung. "Wow", tätschelte er ihnen auf die Schulter und verkündete schmachtend: Sie sind ja ein ganz Süßer". Schnell merkten die Gäste, dass Schorsch noch ganz andere Qualitäten aufzuweisen hatte. Schwuppdiwupp stand er zum Beispiel als Bajuware in Lederhosen und Tirolerhut da und legte mit breitem Dialekt los. Ja mei freilich hatte er auch ein Instrument mitgebracht. Aber nicht irgendeines. Ein Alphorn stellte er mitten auf den Esstisch, und die dumpfen Töne hallten durch den Raum..."
Zu seinem 40. Geburtstag lud der Nordbayerische Kurier am 17. April seine Gäste in der PizzaRia zu einem besonderen VerzehrTheater ein. Schorsch Bross führte in verschiedenen Figuren zwischen den exzellenten Gängen durch den Abend. Der Nordbayerische Kurier schreibt am 18. April:
"
.... Dazu eine Ein-Mann-Show, die keine Grenzen kennt und ein Mann, der in jeder seiner Rollen so authentisch wirkt, als wäre er nicht einer, sondern eine ganze Truppe: der Artist und Schauspieler Schorsch Bross. Bross ist ein Multitalent, der von Unterfranken aus Europa beglückt, der Sachen macht, die sonst keiner macht: zum Beispiel als barfüßiger Bayer im Kopfstand Alphorn spielen. Oder das Alphorn auf den Lippen balancierend treffsicher zum Tönen zu bringen. Er war an diesem Donnerstagabend kurzweiliger Akrobat, Conférencier, kam als zum Fürchten echter Polizist, federte als der schwule Schorsch durchs Publikum und suchte sich immer wieder seine Opfer aus den gut gelaunten rund 140 Besuchern, denen er dringend empfahl nicht wegzuschauen: „Denn je mehr Sie nicht hinschauen, desto mehr sind Sie dran, von mir ausgeschaut zu werden“, sagte Bross.

Und der schaute hin: Ganz genau sogar. Auf das Bäuchlein des einen Opfers – „du hast dich aber auch nicht nur von Suppe ernährt“ – oder die Glatze des anderen. Wen immer aber sein Strahl traf – er traf nicht unter die Gürtellinie, man musste als Protagonist nicht im Boden versinken. Egal, ob man vom Ivan-Rebroff-Imitat schmachtend – und auch ein bisschen furchterregend – angesungen oder nur als Aufstiegshilfe für das Hochrad gebraucht wurde. Die anderen konnten sich dann zumindest wieder ein bisschen zurücklehnen, genießen und sich auf den nächsten Gang des Menüs freuen, das in der Zeit, in der Bross für Kurzweil zwischen den Tischen sorgte, in Windeseile zubereitet wurde.

Anstrengend nämlich war der Abend nicht nur für den herzerfrischend unangestrengten Artisten Bross, sondern auch für das Team um Thomas Wenk in der Küche und Andrea Bauernfeind im Service: Insgesamt 660 Essen mussten auf die Minute fertig sein, Schorsch Bross war mit seiner Show und vielen Elementen, die außer ihm in Europa keiner macht, mehr als lustiges Beiwerk eines gelungenen Abends. Er war Bindeglied zwischen Küche und Gast, „die Verzahnung von Programm und Küche hat sagenhaft geklappt“, sagte er sichtlich glücklich gegen Mitternacht im Gespräch mit dem KURIER...."

Fotos und Text von Eric Waha, www.ericwaha.de